Judith Rakers gehört zu den bekanntesten Moderatorinnen Deutschlands. Über viele Jahre war sie vor allem als Sprecherin der „Tagesschau“ präsent und wurde für Millionen Zuschauer zu einem vertrauten Gesicht der deutschen Nachrichtenlandschaft. Doch ihr beruflicher Weg hat sich deutlich verändert.
Im Januar 2024 kündigte Rakers an, die „Tagesschau“ nach 19 Jahren zu verlassen. Der Schritt war bewusst gewählt: Sie wollte mehr Zeit für eigene Projekte und ihre unternehmerische Tätigkeit gewinnen. Gleichzeitig blieb sie dem Fernsehen erhalten, unter anderem als Moderatorin von „3nach9“.
Biography Table
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Full Name | Judith Rakers |
| Geburtsjahr | 1976 |
| Geburtsort | Paderborn, Deutschland |
| Nationalität | Deutsch |
| Beruf | Journalistin, Moderatorin, Autorin, Unternehmerin |
| Ausbildung | Journalistik und Kommunikationswissenschaften sowie weitere geisteswissenschaftliche Fächer |
| Jahre aktiv | Seit den 1990er-Jahren im Journalismus und Rundfunk |
| Bekannt für | „Tagesschau“, „3nach9“, „Wunderschön“ |
| Major Achievements | Langjährige „Tagesschau“-Sprecherin und Moderatorin verschiedener TV-Formate |
| Geschätztes Vermögen | Keine verlässlich belegte öffentliche Angabe |
Judith Rakers: Ein Karriereweg mit mehreren Wendepunkten
Der berufliche Weg von Judith Rakers zeigt, wie sich eine Medienkarriere über Jahrzehnte weiterentwickeln kann. Sie blieb nicht dauerhaft auf eine einzige Rolle festgelegt, sondern wechselte zwischen Nachrichten, Unterhaltung, Reportagen, Büchern und eigenen Projekten.
Schon während ihres Studiums sammelte sie praktische Erfahrungen im Rundfunk. Nach Angaben des NDR arbeitete sie unter anderem mehrere Jahre als Radiomoderatorin. Parallel war sie journalistisch tätig und schrieb für verschiedene Medien.
Damit entstand früh eine Grundlage, die später für ihre Fernsehkarriere wichtig wurde: Rakers war nicht ausschließlich Moderatorin, sondern brachte auch journalistische Erfahrung mit.
Der Einstieg beim NDR
Ein entscheidender Schritt erfolgte 2004. Judith Rakers begann beim NDR und moderierte zunächst das „Hamburg Journal“. Dort konnte sie Erfahrungen mit regionaler Berichterstattung, Nachrichten und aktuellen Themen sammeln.
Das „Hamburg Journal“ war dabei mehr als nur eine Station in ihrem Lebenslauf. Die Sendung gab ihr die Möglichkeit, journalistische Inhalte verständlich und professionell einem großen Publikum zu vermitteln.
Nach mehreren Jahren wechselte sie den Schwerpunkt zunehmend zur überregionalen Nachrichtenmoderation. Ihre Entwicklung zeigt, wie wichtig praktische Erfahrung und unterschiedliche journalistische Formate für eine langfristige Fernsehkarriere sein können.
Der große Durchbruch mit der „Tagesschau“
Für viele Menschen ist Judith Rakers bis heute eng mit der „Tagesschau“ verbunden.
Bereits 2005 trat sie als Sprecherin der Nachrichtensendung auf. In der 20-Uhr-Ausgabe war sie erstmals im März 2008 zu sehen. Insgesamt blieb sie 19 Jahre mit der „Tagesschau“ verbunden.
Diese lange Zeit prägte ihre öffentliche Wahrnehmung erheblich. Die Moderation einer Nachrichtensendung wie der „Tagesschau“ erfordert nicht nur eine klare Aussprache, sondern auch Konzentration, journalistische Genauigkeit und einen professionellen Umgang mit aktuellen Ereignissen.
Gerade deshalb war ihr Abschied im Januar 2024 ein wichtiger Wendepunkt.
Warum Judith Rakers die „Tagesschau“ verließ
Am 31. Januar 2024 präsentierte Judith Rakers zum letzten Mal die 20-Uhr-Ausgabe der „Tagesschau“. Sie entschied sich nach eigenen Angaben bewusst für diesen Schritt, um mehr Raum für andere Projekte zu schaffen und ihre unternehmerische Tätigkeit auszubauen.
Der Abschied bedeutete allerdings keinen vollständigen Rückzug aus dem Fernsehen.
Das ist ein wichtiger Punkt, denn die Karriere von Judith Rakers wird häufig fälschlicherweise als Wechsel „vom Fernsehen ins Privatleben“ beschrieben. Tatsächlich handelte es sich eher um eine Neuordnung ihrer beruflichen Schwerpunkte.
Sie wollte weniger vom festen Nachrichtenrhythmus abhängig sein und gleichzeitig mehr Zeit für eigene Ideen gewinnen.
„3nach9“ bleibt ein wichtiger Teil ihrer Karriere
Auch nach ihrem Abschied von der „Tagesschau“ blieb Judith Rakers im Fernsehen präsent.
Seit 2010 moderiert sie gemeinsam mit Giovanni di Lorenzo die Talkshow „3nach9“. Das Duo ist damit seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Sendung.
Der Unterschied zur Nachrichtenmoderation ist deutlich: Während bei der „Tagesschau“ vor allem Präzision und Aktualität gefragt sind, lebt eine Talkshow von Gesprächen, Persönlichkeit und der Fähigkeit, unterschiedliche Gäste miteinander ins Gespräch zu bringen.
Für Rakers bedeutete diese Tätigkeit daher eine weitere Seite ihres journalistischen Profils.
Auch 2026 wird sie weiterhin als Moderatorin von „3nach9“ geführt.
Von Nachrichten zu Reportagen und Reisen
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Karriere von Judith Rakers sind Reportagen und Reiseformate.
Sie war unter anderem für das ARD-Reisemagazin „Wunderschön“ tätig und führte Zuschauer an unterschiedliche Reiseziele. Dabei steht nicht allein das touristische Erlebnis im Vordergrund. Reportagen dieser Art verbinden Landschaften, Menschen, regionale Besonderheiten und persönliche Begegnungen.
Ein Beispiel ist ihre Reise durch Masuren, bei der sie Natur, Geschichte, regionale Kultur und verschiedene Aktivitäten miteinander verbindet.
Auch die „Inselreportagen mit Judith Rakers“ zeigen diesen journalistischen Ansatz. Dort erkundete sie unter anderem Borkum, Pellworm und Baltrum und begegnete Menschen, die auf den Inseln leben und arbeiten.
Damit entwickelte sich ihr Profil zunehmend von der klassischen Nachrichtenmoderatorin hin zur vielseitigen Reporterin und Gastgeberin.
Die neue Karriere: Unternehmertum und eigene Projekte
Der vielleicht interessanteste Aspekt beim heutigen Blick auf Judith Rakers ist ihr Schritt in Richtung Unternehmertum.
Mit ihrem Abschied von der „Tagesschau“ wollte sie mehr Zeit für eigene Projekte gewinnen. Der Schritt war deshalb nicht als Karriereende gedacht, sondern als bewusste berufliche Neuorientierung.
Dabei spielen Themen eine Rolle, die zunächst weit entfernt von klassischen Nachrichtensendungen erscheinen: Garten, Tiere, Selbstversorgung und ein bewussteres Leben.
Gerade diese Verbindung aus Medienerfahrung und persönlichen Interessen ist ein wesentlicher Teil ihrer neuen beruflichen Ausrichtung.
Homefarming als persönliches und berufliches Thema
Judith Rakers beschäftigt sich seit Jahren mit dem sogenannten Homefarming. Dabei geht es darum, auch auf kleiner Fläche Gemüse anzubauen, Tiere zu halten und mehr über die Herkunft eigener Lebensmittel zu lernen.
Das Thema entwickelte sich zu einem wichtigen Bestandteil ihrer öffentlichen Arbeit. Der NDR beschrieb 2024 ihre Erfahrungen mit einer kleinen Farm, Pferden, Katzen und Hühnern sowie ihre Beschäftigung mit dem Anbau eigener Lebensmittel.
Interessant ist vor allem, dass aus einem persönlichen Interesse ein eigenständiges Themenfeld wurde.
Das zeigt eine wichtige Entwicklung in ihrer Karriere: Statt ausschließlich Inhalte anderer zu präsentieren, arbeitet Rakers zunehmend mit Themen, die aus ihrem eigenen Alltag und ihren persönlichen Erfahrungen entstehen.
Vom Fernsehstudio zum Landleben
Der Wandel wurde auch durch ihren Wohn- und Lebensstil sichtbar.
2025 berichtete der NDR, dass Judith Rakers auf ihre Lieblingsinsel Rügen gezogen sei und dort mit ihren Tieren lebt. Auf einer kleinen Farm widmet sie sich dem Gemüseanbau und verarbeitet ihre Erfahrungen auch in neuen Projekten.
Dieser Schritt passt zu ihrer beruflichen Entwicklung. Ihr öffentliches Profil verbindet inzwischen zwei scheinbar unterschiedliche Welten:
| Früherer Schwerpunkt | Neuer Schwerpunkt |
|---|---|
| Nachrichten | Persönliche Projekte |
| „Tagesschau“ | Unternehmertum |
| Studio und Nachrichtentisch | Landleben und Garten |
| Tagesaktualität | Langfristige Themen |
| Nachrichtenmoderation | Bücher, Reportagen und eigene Inhalte |
Dabei handelt es sich nicht um einen vollständigen Bruch mit ihrer Vergangenheit. Vielmehr nutzt Rakers ihre journalistische Erfahrung, um neue Themen professionell aufzubereiten.
Judith Rakers als Autorin
Auch Bücher gehören zu ihrer beruflichen Entwicklung.
Ihre Beschäftigung mit Garten und Homefarming wurde nicht nur über Fernsehen und andere Medien vermittelt. Nach Angaben des NDR flossen ihre Erfahrungen auf der Farm auch in mehrere Bücher und einen Podcast ein.
Damit erreicht sie eine Zielgruppe, die nicht unbedingt regelmäßig Fernsehen schaut.
Das ist aus beruflicher Sicht interessant: Ein Buch funktioniert anders als eine Fernsehsendung. Es bietet mehr Raum für ausführliche Erklärungen, persönliche Erfahrungen und praktische Hinweise.
Gerade bei Themen wie Gemüseanbau, Gartenplanung oder Selbstversorgung kann dieser langfristige Charakter ein Vorteil sein.
Was macht Judith Rakers heute?
Die Frage „Was macht Judith Rakers heute?“ lässt sich deshalb nicht mit einem einzigen Beruf beantworten.
Sie ist weiterhin Moderatorin und Journalistin, hat aber ihren beruflichen Schwerpunkt erweitert. Dazu gehören insbesondere:
- Moderation von „3nach9“
- Reportagen und Reiseformate
- journalistische Projekte
- Bücher
- Themen rund um Homefarming und Garten
- unternehmerische Tätigkeiten
- persönliche Medienprojekte
Ihr Abschied von der „Tagesschau“ bedeutete somit keinen Rückzug aus der Öffentlichkeit. Vielmehr erhielt ihre Karriere eine breitere Ausrichtung.
Was ihren Karrierewechsel besonders macht
Der Weg von Judith Rakers ist auch deshalb bemerkenswert, weil er nicht dem klassischen Muster einer Medienkarriere folgt.
Nach fast zwei Jahrzehnten in einer der bekanntesten Nachrichtensendungen Deutschlands hätte sie ihre Karriere problemlos weiter auf Nachrichtenmoderation konzentrieren können. Stattdessen entschied sie sich für mehr Selbstbestimmung.
Dabei lassen sich drei zentrale Elemente erkennen:
1. Journalistische Erfahrung
Ihre langjährige Arbeit beim NDR und in der „Tagesschau“ bildet die professionelle Grundlage.
2. Persönliche Interessen
Garten, Tiere, Natur und Selbstversorgung sind Themen, die stärker aus ihrem eigenen Leben hervorgegangen sind.
3. Eigenständige Projekte
Durch Bücher, unternehmerische Tätigkeiten und verschiedene Medienformate kann sie ihre Themen unabhängiger entwickeln.
Genau diese Kombination erklärt, warum der Begriff „neue Karriere“ bei Judith Rakers passend ist.
Warum der Wechsel für viele Menschen interessant ist
Der berufliche Wandel von Judith Rakers steht für eine Entwicklung, die auch außerhalb der Medienbranche relevant ist: Eine erfolgreiche Karriere muss nicht linear verlaufen.
Nach vielen Jahren in einem etablierten Berufsfeld kann es sinnvoll sein, neue Schwerpunkte zu setzen und vorhandene Fähigkeiten auf andere Themen zu übertragen.
Bei Rakers bedeutet das beispielsweise, dass journalistische Kompetenz nicht verloren geht, nur weil sie weniger Nachrichten moderiert. Im Gegenteil: Interviewführung, Recherche, Präsentation und verständliche Kommunikation bleiben wertvolle Fähigkeiten.
Sie setzt diese Fähigkeiten heute in einem breiteren Umfeld ein.
Häufig gestellte Fragen
Warum hat Judith Rakers die „Tagesschau“ verlassen?
Judith Rakers verließ die „Tagesschau“ Anfang 2024 auf eigenen Wunsch. Sie wollte sich stärker eigenen Projekten und ihrer unternehmerischen Tätigkeit widmen.
Ist Judith Rakers noch im Fernsehen zu sehen?
Ja. Sie moderiert weiterhin „3nach9“ gemeinsam mit Giovanni di Lorenzo. Auch nach ihrem Abschied von der „Tagesschau“ blieb sie damit dem Fernsehen verbunden.
Wann begann Judith Rakers beim NDR?
Judith Rakers begann 2004 beim NDR und moderierte zunächst das „Hamburg Journal“.
Seit wann moderiert Judith Rakers „3nach9“?
Judith Rakers gehört seit 2010 zum Moderationsteam von „3nach9“ und moderiert die Sendung gemeinsam mit Giovanni di Lorenzo.
Was macht Judith Rakers außerhalb des Fernsehens?
Neben ihrer journalistischen Arbeit beschäftigt sie sich unter anderem mit Unternehmertum, Büchern und dem Thema Homefarming. Ihre Erfahrungen mit Garten und Selbstversorgung sind zu einem wichtigen Teil ihrer Projekte geworden.
Wo lebt Judith Rakers heute?
Judith Rakers lebt inzwischen auf Rügen. Der NDR berichtete 2025 über ihren Umzug von der Region Hamburg nach Mecklenburg-Vorpommern und ihr Leben auf einer kleinen Farm.
Ist Judith Rakers noch als Moderatorin aktiv?
Ja. Ihr Abschied von der „Tagesschau“ war kein Ende ihrer Moderationskarriere. Besonders „3nach9“ bleibt ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit.
Conclusion
Judith Rakers hat einen bemerkenswerten Wandel vollzogen. Von der Radiomoderatorin und NDR-Journalistin entwickelte sie sich zu einem der bekannten Gesichter der „Tagesschau“. Nach 19 Jahren beendete sie diesen Abschnitt jedoch bewusst, um mehr Raum für eigene Ideen und unternehmerische Projekte zu schaffen.
Ihr Weg zeigt, dass eine erfolgreiche Medienkarriere nicht zwangsläufig auf eine einzige Rolle festgelegt sein muss. Heute verbindet Rakers weiterhin Fernsehen und Journalismus mit Büchern, Homefarming, Garten, Natur und eigenen Projekten.
Gerade diese Mischung macht ihre neue Karriere interessant. Sie hat das vertraute Nachrichtenset verlassen, ohne ihre journalistische Identität aufzugeben. Stattdessen nutzt sie ihre Erfahrung, um neue Themen zu vermitteln und ihre berufliche Zukunft stärker selbst zu gestalten.



